Serbien

Warum entscheiden sich viele Unternehmen gerade für Serbien?

Mit einem jährlichen Wirtschaftswachstum von 5 bis 10 %, vor allem wegen erhöhter ausländischer Investitionen als Folge der EU-Beitrittsbemühungen, gilt die Wirtschaft Serbiens als eine der am schnellsten wachsenden in Europa. Nachdem kurzfristig wichtige Erfolge im Rahmen des EU-Beitrittsprozess erreicht wurden (so u.a. das Inkrafttreten eines Interimsabkommen für Handelserleichterungen mit der EU oder die Abschaffung der Visapflicht für serbische Staatsbürger), reichte Serbien offiziell am 22. Dezember 2009 seine Kandidatur für eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union ein. Serbien hat mit Grenzen zu acht Nachbarstaaten, so viele wie kein anderer Staat der Region, eine geostrategisch wichtige Lage im Zentrum des Balkans. Der Standortvorteil führt dazu, dass besonders ausländische Firmen ihre Präsenz immer stärker ausbauen, wie zuletzt der russische Energiegigant Gasprom oder der Automobilhersteller Fiat. Serbien ist Mitglied der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation und der CEFTA. Zudem gibt es ein Abkommen der besonderen Beziehungen mit der Republika Srpska. Serbien ist das einzige europäische Land, welches ein Freihandelsabkommen mit Russland besitzt, das 2007 in Kraft trat. Am 7. Dezember 2009 wurde von der EU ein Wirtschaftabkommen mit Serbien freigegeben.

In einem Mitte September 2005 veröffentlichten Bericht der Weltbank wurde Serbien als führendes Reformland im Bereich der Entwicklungsförderung von Unternehmen und Schaffung von Arbeitsplätzen bezeichnet.
Serbien gehört zu den Ländern, die eine Einheitssteuer (flat tax) haben. Die Körperschaftsteuer liegt pauschal bei 10 %. Ausser großem wirtschaftlichem Potential verfügt das Land über qualifizierte und günstige Arbeitskräfte, Kosteneffizienz und gute Infrastruktur.

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Belgrad ist eine der sich am schnellsten entwickelnden und am stärksten wachsenden Regionen in Südosteuropa. Daher haben auch viele multinationale Unternhemen hier ihren Sitz. Belgrad ist zudem Sitz der Serbischen Nationalbank und bedeutender Staatsunternehmen wie JAT Airways, Telekom Srbija, Telenor Srbija sowie Zentrum der einheimischen Privatwirtschaft (Delta Holding).

Zahlreiche international tätige Unternehmen wie z. B. die Societe Generale, Intel, Motorola, Kraft Foods, Metro Cash & Carry, Unilever, OMV, Carlsber, Microsoft, Japan Tobacco haben in Belgrad ihren Regionalsitz. Im neu entstandenen Gewerbegebiet der Airport City sind neben Mercedes Benz, DHL, Siemens und andere Unternehmen im ersten aus zwölf Glassbürotürmen bestehenden Business Park eingezogen.


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